Pflanzenheilkunde

Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist weltweit verbreitet.
Es werden Pflanzenteile (Blätter, Rinde, Wurzeln, Blüten) zu Tees, Aufgüssen, Tinkturen, Säfte, Pulver und Salben verarbeitet und therapeutisch angewendet. Im Gegensatz zur reinen Pharmakologie (die Anwendung von Medikamenten wie Aspirin und Co.) werden in der Phytotherapie Inhaltsstoffe nicht isoliert oder künstlich hergestellt. Teilweise werden die in den Pflanzen enthaltenen Stoffgemische besser vertragen als die reinen Stoffe, so ist z.B. die Weidenrinde magenverträglicher als das Aspirin, obwohl beide denselben Grundwirkstoff beinhalten.

Als ich begann, mich mit Schamanismus zu beschäftigen, wurde mir sehr schnell klar, dass die heutige Pflanzenheilkunde letzten Endes auf schamanischer Heilkunde basiert. Sichtet man alte Dokumente über Pflanzenheilkunde, dann stößt man oft auf magisch anmutende Inhalte wie Amulettzauber, Räucherungen oder Zaubersprüche wie den Neunkräutersegen. Ich kann es natürlich nie hundertprozentig beweisen, aber ich vermute stark, dass der Ursprung dieser magischen Aspekte schamanisch ist. Später hat man das vergessen und schließlich im Zuge der Aufklärung verneint. Da ich der Überzeugung bin, dass beide Welten -die sichtbare und die Unsichtbare- zusammengehören, bin ich absolut kein Freund von „Grabenkämpfen“ zwischen der Alternativ-und der Schulmedizin und arbeite mit beiden Weltansichten. Solve et coagule eben – Trenne und Vereine!