Phytotherapie

Phytotherapie

Die Phytotherapie ist das griechische Wort für Pflanzenheilkunde. Sie gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist weltweit verbreitet.
In der Phytotherapie werden Pflanzenteile (Blätter, Rinde, Wurzeln, Blüten) zu Tees, Aufgüssen, Tinkturen, Säfte, Pulver und Salben verarbeitet und therapeutisch angewendet. Im Gegensatz zur reinen Pharmakologie (die Anwendung von Medikamenten wie Aspirin und Co.) werden in der Phytotherapie Inhaltsstoffe nicht isoliert oder künstlich hergestellt. Teilweise werden die in den Pflanzen enthaltenen Stoffgemische besser vertragen als die reinen Stoffe, so ist z.B. die Weidenrinde magenverträglicher als das Aspirin, obwohl beide denselben Grundwirkstoff beinhalten.

Die Pflanzenheilkunde basiert auf traditioneller Medizin, in der Erfahrungswerte, überliefertes Wissen und Überlieferung eine Rolle spielen. Sie geht allerdings, im Gegensatz zur Homöopathie, von einer stofflichen Wirkung der Pflanzen aus (wobei das erfahrungsgemäß nicht ganz richtig ist – siehe nächster Absatz).
In meiner Praxis verschreibe ich je nach dem, was aus der Anamnese ersichtlich ist, Tees oder auch standardisierte Pflanzenpräparate, wenn ich es für angebracht halte. Gerade die Phytotherapie kombiniere ich gerne mit schamanischen Methoden, da in vielen schamanischen Kulturen Pflanzen als sehr starke Geistwesen und Verbündete betrachtet werden. Aus diesen Gründen verabreiche ich Tees oder Tinkturen fallweise auch gar nicht mal, weil es pharmakologisch sinnvoll ist, sondern weil der Geist einer betreffenden Pflanze sich als Hilfe für den Patienten/Klienten anbietet.

Eine „Spielform“ der Phytotherapie ist die Spagyrik. Hierbei handelt es sich um den „Pflanzenzweig“ der Alchemie. Mittels bestimmter Methoden wie Destillieren, Vergären und Veraschen von Pflanzenmaterialien verstehen es die Alchemisten, stark wirksame Arzneien herzustellen. Firmen wie Zimpel oder JSO stellen heute noch derlei Mittel her, die sich in der Praxis als sehr brauchbar erwiesen haben